
38 Seiten · 27 Abbildungen · 2017
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Wieder erkennbar im Stadtraum
König Wilhelm I. kaufte 1817/18 die Grundstücke auf dem Kahlenberg auf, um dort einen Landschaftspark anzulegen, den er nach der Lieblingsblume seiner früh verstorbenen Frau Katharina „Rosensteinpark“ nannte. Auf der Terrasse über dem Neckar ließ der König ein Landhaus, das heutige Schloss Rosenstein, errichten. Trotz Bedenken seiner Bauleute sollte der älteste Eisenbahntunnel unter diesem Landhaus verlaufen; während des Baus kam es zu einem starken Wassereinbruch, der den Bestand des Schlosses gefährdete.
Die günstige wirtschaftliche Entwicklung Württembergs bedingte am Ende des 19. Jahrhunderts die Verlegung des „Centralbahnhofs“ von der Schloßstraße zur Schillerstraße und den Bau eines größeren Eisenbahntunnels unter dem Rosensteinpark. Wie der bestehende Tunnel verlor auch das dazugehörende Portal oberhalb des Neckars seine Bedeutung, verfiel und wurde zu einem Schandfleck unter dem Schloss Rosenstein; zuvor diente es zwischenzeitlich zur Champignonzucht.
Das denkmalgeschützte Portal mit seinem Balkon wurde durch die Neuordnung des Straßen- und Bahnverkehrs am Neckarknie zu einem gut sichtbaren Wahrzeichen. Rudolf Röder portraitierte die Eisenbahnpioniere Carl von Etzel und Ludwig von Klein in einer Doppelbiographie und hob deren Bedeutung für die württembergische Eisenbahn hervor. Daher bat der Verein zur Förderung und Erhaltung historischer Bauten Rudolf Röder als ausgewiesenen Experten der württembergischen Eisenbahngeschichte, mit einer Broschüre das Portal zu würdigen.
Foto F.Schweizer
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