50 Seiten · 35 Abbildungen · 1990
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Vom Bahnhof zum Metropol
König Wilhelm I. wollte, dass die Züge der Königlich-Württembergischen Eisenbahn bis zu seinem Residenzschloss fahren sollten. Daher wurde der „Centralbahnhof“ als Kopfbahnhof in der Schloßstraße 1843 erstellt. 1861 musste die Kapazität des Bahnhofs durch ein zusätzliches Bauwerk erweitert werden; die beiden Bauwerke wurden durch eine große Empfangshalle mit einem repräsentativen Säulenportal miteinander verbunden.
Als auch diese Bahnhofserweiterung dem Verkehrsaufkommen nicht mehr gerecht wurde, war eine Verlegung des Kopfbahnhofs nach Osten an die heutige Schillerstraße erforderlich. Eine eigens gegründete Industriehof AG übernahm das freiwerdende Grundstück und baute an der Schloßstraße ein Geschäftshaus mit dem UFA-Palast. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Kino bis auf die Außenwände zerstört; so blieb auch das repräsentative Portal erhalten, das noch heute das Gebäude prägt. Das METROPOL wurde von der Industriehof AG an die Stadt Stuttgart weitergereicht, die es schließlich den Technischen Werken zur Verwertung überließ. So stand der Abbruch zur Debatte, ein Büro- und Parkhaus sollte auf dem Grundstück errichtet werden.
Der Verein zur Förderung und Erhaltung historischer Bauten (VFEHB) startete, unterstützt von den Medien, eine Kampagne und publizierte eine Broschüre, in der die Bedeutung des Gebäudes durch zwei Artikel von Christina Simon und Judith Breuer dargelegt wurde. Nachdem für das Kino potente Betreiber identifiziert werden konnten, hat der amtierende Regierungspräsident den Abbruch untersagt. Bis heute werden im METROPOL Filme gezeigt.



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Die Broschüre ist erhältlich, soweit Restexemplare vorliegen. Der Verein erwartet 5 Euro Vorkasse für Druck und Versand und teilt Ihnen die Zahlungsdaten mit.
