
52 Seiten · 40 Abbildungen · 1998
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Ein Ensemble im Wandel
Das Gebiet des Boschareals gehört zur Stuttgarter Innenstadt und wird von der Hegel-, Holzgarten-, Schloss- und Seidenstraße umschlossen. Die Fabrikbauten der Firma Bosch mussten laut damaliger Bauordnung mit einer adäquaten Fassadengestaltung „der Bedeutung der Straßen und Plätze entsprechen“. Einige Gebäude wurden in der neuen Stahlbetonbauweise errichtet; da es noch keine Richtlinie zu dieser Bautechnologie gab, wurden sie als statisch ungeprüfte Pilotbauten errichtet und werden nach wie vor genutzt.
Die ab 1900 bis in die 1930er Jahre errichteten Gebäude sind wertvolle Zeugnisse modernen Bauens und bilden ein auch heute noch wichtiges städtebauliches Ensemble. Nach dem Auszug der Firma Bosch nach Gerlingen wurde das Industrieareal an das Land Baden-Württemberg verkauft und von der Universität Stuttgart genutzt. Nach dem Wegzug der Universitätsinstitute wollte das Land das Boschareal in Gänze verkaufen; nach zehn Jahren Leerstand bekam ein Investor den Zuschlag, doch einige Fabrikations- und Bürogebäude mussten erhalten bleiben.
In der Broschüre werden Hintergrund und Geschichte der Firma Bosch und die außergewöhnliche bauliche Entwicklung des Areals dargestellt. Die einzelnen Gebäude werden akribisch beschrieben, darunter auch die Alte Reithalle, erbaut 1987/88, die von Bosch 1926 erworben und vor allem als Produktionsstätte genutzt wurde. Sie dient heute als Ballsaal für ein Hotel.
Foto F.Schweizer
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